3 unkonventionelle Tipps, wie Du Deine Beziehung sofort verbessern kannst, ohne auch nur ein Wort zu reden!

3 unkonventionelle Tipps, wie Du Deine Beziehung sofort verbessern kannst, ohne auch nur ein Wort zu reden!

Dein Partner hat erst kürzlich wieder das Gespräch mit Dir verweigert. Und jetzt bist Du total frustriert. Denn „man muss doch“ miteinander reden! „Man muss“ das doch klären!

Jeder Beziehungsratgeber sagt Dir, dass Gespräche ein wesentliches Element in der Partnerschaft sind. Und auch meine Website heißt „Stressfrei kommunizieren“ – da ist doch der Name schon Programm…

Und jetzt sitzt Du da und denkst Dir „Na toll! Und wie soll ich das bitte machen, wenn er partout nicht mit mir reden will?“

Dann habe ich jetzt eine gute Nachricht für Dich!
Ja. Reden ist gut und wichtig. Nur ist es nicht immer unbedingt erforderlich, um eine Wendung zum Positiven zu erreichen.

Bestimmt kennst Du den Spruch „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ von Paul Watzlawick. Und so ist es auch! Selbst wenn Du nicht mit Deinem Partner redest, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die zu einer Verbesserung Eurer Beziehung beitragen können.

3 davon möchte ich Dir gerne in diesem Artikel vorstellen. Bist Du bereit?

Tipp Nr. 1: Sorge dafür, dass Du ausreichend Schlaf bekommst!

Ich höre förmlich, wie Du jetzt denkst „Häh? Was soll ich? -  Schlafen? Damit meine Beziehung besser wird? Jetzt spinnt sie aber schon ein bisschen…“

Und nein, ich spinne nicht. Ich meine das sehr ernst.
Ich habe diesen Tipp auch bewusst gleich an den Anfang gestellt. Weil es nämlich oft die naheliegendsten Dinge sind, die uns gar nicht bewusst sind.

Überleg‘ doch mal, wie Du Dich fühlst, wie es Dir geht, wenn Du nicht ausgeschlafen bist.

Also ich bin da ziemlich unerträglich! Ich bin von der kleinsten Kleinigkeit sofort furchtbar genervt. Ich reagiere auf alles und jeden gereizt. Und ich bin extrem geräusch- und lichtempfindlich.

Ein paar Beispiele gefällig, wie sich das dann auswirkt?

  • Mein Mann sagt etwas in normaler Lautstärke. -> Ich sage gereizt „Boah, kannst Du nicht ein bisschen leiser reden?“.
  • Mein Mann bewegt sich ganz normal durchs Haus. -> Ich sage verärgert „Musst Du immer so durch die Gegend poltern?“.
  • Mein Mann schaltet das Licht an, einfach weil es noch dämmrig ist. -> Ich sage gereizt „Mensch! Muss das so hell sein?“.

Ich glaube, Du merkst, auf was ich hinaus will.
Mein Mann tut oder sagt ganz normale Sachen. Ich bin in dem Moment diejenige, die „Unruhe“ ins Geschehen bringt. Weil ich nicht ausgeschlafen bin, reagiere ich überempfindlich und pflaume meinen Mann an. Ich greife ihn verbal an, werfe ihm vor, etwas falsch zu machen oder nicht rücksichtsvoll genug zu sein. Ich gehe auf ihn los, attackiere ihn. Ohne einen für ihn ersichtlichen Grund.

Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis er zurückwettert und der Tag vielleicht schon kurz nach dem Aufstehen mit einem handfesten Streit startet.

Also: Schau‘, dass Du ausreichend Schlaf bekommst! Damit Du nicht zu einem „Monster“ mutierst, das Du eigentlich gar nicht bist.

Frei nach dem Motto „Du bist nicht Du, wenn Du müde bist!“.

Tipp Nr. 2: Sei doch mal eine Schattenspringerin!

Schattenspringerin? Was soll das denn jetzt wieder sein?

Okay, jetzt bin ich im Bereich der gequetschten Zahnpastatuben und der oben gelassenen Klobrillen angekommen. Wunderschöne Klischees – und eben typische Streitauslöser.

Aber mal ganz ehrlich? Rentiert sich das? Lohnt es sich wirklich, wegen solcher Kleinigkeiten so ein Bohei zu machen?

  • Fällt Dir wirklich ein Zacken aus der Krone, wenn Du die Senftube von hinten her aufrollst, anstatt sie in der Mitte zu quetschen?
  • Ist es wirklich so unerträglich für Dich, den Deckel wieder auf die Flasche zu schrauben, wenn Du Dir eingeschenkt hast?
  • Ist es echt lebenswichtig für Dich, Eselohren als Einmerker in ein Buch zu machen, statt ein Lesezeichen zu verwenden?

Eine Beziehung sollte meiner Meinung nach ein Ort der gegenseitigen Wertschätzung und Akzeptanz sein. (Liebe setze ich jetzt einfach mal voraus…) Ein Ort, wo ich Respekt erfahre und Unterstützung bekomme. Und wo ich eben all dies auch meinem Partner entgegen bringe.

Deshalb frag‘ Dich doch mal ganz in Ruhe, ob es Dir wirklich so wichtig ist, eine bestimmte Verhaltensweise beizubehalten, wenn Du weißt, dass sie Deinen Partner wahnsinnig macht?

Und ich rede jetzt hier nicht von Wesenszügen, die Deine ureigene Persönlichkeit ausmachen! Es geht nicht darum, dass Du Dich in irgendeiner Form verbiegen sollst. Ich spreche von Dingen, die Du leicht und vor allem sofort ändern könntest. Wenn Du nur wolltest.

Wenn Du also merkst, dass es Dir eigentlich völlig egal ist, wie eine Tube geleert wird, ob die Klobrille oben oder unten ist, oder was auch immer der Zankapfel in Deiner Beziehung ist, dann spring!

Spring über Deinen Schatten und mach‘ es einfach anders als bisher. Punkt.
Ohne darüber zu reden. Ohne Lob dafür zu erwarten.

Tipp Nr. 3: Schaff‘ mehr Berührungspunkte in Eurem Alltag!

Und die Berührungspunkte meine ich in diesem Fall wörtlich!

Denn in vielen Beziehungen, in denen sich die Alltags-Stummheit breit gemacht hat, werden auch körperliche Berührungen immer weniger, so dass nach und nach das Gefühl der Nähe und Zusammengehörigkeit verloren geht.

Die Krux an der Sache ist, dass wir oft sehnlichst darauf warten, dass unser Partner uns einfach mal in den Arm nimmt. Oder einen Kuss gibt. Oder, oder, oder… Wir warten und hoffen, anstatt selber aktiv zu werden.

Wie wäre es jetzt, wenn Du jedes Mal, wenn Du denkst „Jetzt könnte er doch mal XYZ tun…“, genau das selber tust? Wenn Du den Wunsch, den Du spürst, in eine positive Handlung deinerseits umwandelst?

  • Wenn Du zum Beispiel beim Spazierengehen denkst, dass es schön wäre, wenn Ihr jetzt Händchen halten würdet, dann greif nach seiner Hand! Auch wenn Ihr das vielleicht noch nie oder schon lange nicht mehr gemacht habt. Ohne etwas dazu zu sagen oder zu erklären. Einfach machen.
  • Wenn Du Dich nach einem Begrüßungskuss sehnst, der in letzter Zeit meist in der Alltagshektik untergegangen ist, dann gib ihm diesen Begrüßungskuss!
  • Wenn Du es magst, kurz am Arm oder Rücken berührt zu werden, wenn Ihr aneinander vorbei geht, dann berühr‘ ihn!

Hier klicken, um den Rest des Artikels zu lesen...

About the author

Barbara Wanning

Hallo, ich bin Barbara Wanning und seit 2009 habe ich mich endgültig dem Thema "Kommunikation" verschrieben. Denn nichts spielt für mich eine ähnlich große Rolle in privaten und beruflichen Beziehungen wie gehört und verstanden zu werden. Deshalb sorge ich in Trainings und Beratungen dafür, dass Missverständnisse und Beziehungsstress keine Chance mehr haben!

Click here to add a comment

Leave a comment: