Sind die denn alle zu doof zum Denken?

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„Sind die denn alle zu doof zum Denken? Wenn ich nicht alles selber mache…“

Haben Sie so oder ähnlich auch schon öfter gedacht?
Wunderbar! Sie haben damit gerade einen Ansatzpunkt für Ihre eigene Stress-Warnampel entdeckt!

Solange unsere Wahrnehmung der Welt zu der unseres Gegenübers passt, „flutscht“ die Kommunikation, der Kontakt verläuft entspannt. Unsere Einstellung dem anderen gegenüber ist von einem „Ich bin o.k., Du bist o.k.“ geprägt.

Manche Menschen unterscheiden sich aber in ihrer Persönlichkeit und ihrem Kommunikationsverhalten sehr stark von uns. In solchen Fällen erleben wir Gespräche oft als anstrengend. Es fällt uns schwer, Übereinstimmungen zu erzielen und wir merken, wie wir zunehmend gestresst reagieren und unser Energieniveau immer mehr sinkt.

Und genau hier kann das von mit begeistert genutzte Process Communication Model® (PCM) von unschätzbarem Wert sein!

Im PCM gibt es für jeden der dort beschriebenen sechs Persönlichkeitstypen eine einzigartige Stress-Sequenz, die vorhersagbar immer dann auftritt, wenn wir zu viel negativen Stress erleben. Misskommunikation entsteht. (Die beiden diesen Post einleitenden Sätze werden z.B. dem „Logiker“ zugeschrieben.)

Für alle Neu-Leser: Laut PCM vereint jeder Mensch alle 6 Typen in unterschiedlicher Ausprägung in sich. Es gibt also nicht „den Logiker“ in Reinform, sondern jemand ist von der Basis oder Phase her „Logiker“. Alle anderen Persönlichkeitstypen ordnen sich wie in einem mehrstöckigem Gebäude darüber oder drumherum an. Alle Typen sind gleichwertig, keiner ist besser oder schlechter. Sie haben einfach nur unterschiedliche Charakteristika. Stressfrei zeigt jeder andere Stärken und positive Verhaltensweisen. Erst unter Stress treten negative Muster auf. Für das Stressverhalten eines Menschen ist bis auf wenige Ausnahmen immer die aktuelle Phase ausschlaggebend.

PCM benennt 3 Schweregrade von Misskommunikation innerhalb jeder Stress-Sequenz:

  1. Grad: Die Anzeichen für den 1. Grad zeigen sich jedes Mal nur für ein paar Sekunden, treten aber im Laufe eines Tages sehr häufig auf. Sie funktionieren als Warnsignale bei Stress und zum Beginn von Misskommunikation. Die Einstellung ändert sich zu einem bedingten O.K.: „Ich bin o.k., wenn…“ oder „Du bist o.k., wenn…“.

In der Stress-Sequenz des „Logikers“ äußert sich das z.B. so, dass dieser beginnt, für andere zu denken. Er delegiert nicht mehr gut. Er glaubt, es selber besser, schneller und effektiver zu machen. Seine Überzeugung ist jetzt: „Ich bin nur o.k., wenn ich perfekt bin.“

  1. Grad: Wenn wir auf die Warnsignale des 1. Grades nicht reagieren, beginnen wir, die Menschen in „o.k.“ und „nicht o.k.“ einzuteilen. Also „Ich bin o.k., Du bist nicht o.k.“ oder „Du bist o.k., ich bin nicht o.k.“.

Um beim Beispiel des „Logikers“ zu bleiben:

Der „Logiker“ kontrolliert dann zu stark und zeigt eine geringe Frustrationstoleranz was Fairness, Geldangelegenheiten, Ordnung und Zuverlässigkeit angeht. Er kritisiert andere, wenn’s ums Denken geht und greift diese mit Worten aus der Position „Du…“ an. Seine Überzeugung ändert sich zu: „Ich bin o.k., Du bist nicht o.k.!“

  1. Grad: Nimmt der Stress nun noch weiter zu, werden praktisch überhaupt keine sinnvollen Informationen mehr ausgetauscht. Jeder ist in seinem Stressmuster gefangen.

Beim „Logiker“ zeigt sich das darin, dass er andere ablehnt mit dem Gedanken „Die sind zu dumm zum Denken.“.

Auch für die anderen fünf Persönlichkeitstypen gibt es im Process Communication Model® solch eine genau beschriebene Stress-Sequenz, die ich aber an dieser Stelle nicht im Detail erläutern möchte.

Das Wissen um diese Prozesse hat gleich doppelten Nutzen für jeden von uns:

  1. Wir können für uns selber eine Art „Stress-Warnampel“ installieren und PCM zur Selbstregulation nutzen.
  2. Das Identifizieren des Stress-Musters unseres Gesprächspartners gibt uns die Möglichkeit, diesen durch die bewusste Wahl passender Kommunikation einzuladen, wieder auf eine konstruktive Ebene zurückzukehren.

Und das Beste ist: PCM lässt sich leicht erlernen und mit ein bisschen Übung rasch erfolgreich einsetzen!

Konnte ich Sie ein bisschen neugierig machen? Dann melden Sie sich doch telefonisch unter +49 (8121) 99 3 55 44 oder per E-Mail an info@stressfrei-kommunizieren.de für mehr Informationen.

Ich freue mich auf Sie!

Ihre Barbara Wanning