6 Tipps, die Dein Weihnachtsfest retten können!

6 Tipps, die Dein Weihnachtsfest retten können!

„Ach Mensch, ich hatte mir Weihnachten so schön vorgestellt, und Du machst alles kaputt!“

So oder ähnlich klingen an den Feiertagen oft die Vorwürfe, die sich die Partner gegenseitig an den Kopf werfen. Statt Harmonie, Ruhe und Besinnlichkeit (oder Spaß, Abenteuer, …) wabern Enttäuschung und Streit durch den Raum.

Damit es bei Dir nicht so weit kommt, möchte ich Dir heute gerne 6 Schritte vorstellen, die Dich Deinem Wunsch-Weihnachten (wie auch immer dies aussehen mag) näherbringen.

Diese Schritte leiten sich alle aus dem obenstehenden Zitat von Konrad Lorenz ab. Je nachdem, ob Du in der Sender- oder Empfänger-Rolle bist, ergeben sich unterschiedliche Dinge, die Du tun kannst, um nicht an weitverbreiteten Kommunikationshürden hängenzubleiben.

Bereit? Dann auf die Plätze, fertig, los!

1 - Gedacht ist nicht gesagt.

Sender

Dein/e Partner/in kann nicht hellsehen. (Nein, auch nicht in dieser besonderen Jahreszeit! 😉)

 -> Sag‘ ihr/ihm deshalb deutlich, wie Du Dir die Gestaltung der Weihnachtstage vorstellst.

 Beschreibe Deine Wünsche möglichst detailliert. Unter einem „gemütlichen Nachmittag“ oder einem „leckeren Festessen“ stellt sich jeder etwas anderes vor.

Empfänger

Ist Dir klar, was Dein/e Partner/in sich von Weihnachten und in diesem Zusammenhang auch von Dir erwartet?

 -> Frag‘ nach!

2 - Gesagt ist nicht gehört.

Sender

Nur weil Du etwas gesagt hast, heißt das noch lange nicht, dass Dein/e Partner/in es auch gehört hat.

Vielleicht war sie/er gerade mit etwas ganz anderem beschäftigt und hat gar nicht richtig mitgekriegt, dass Du mit ihr/ihm geredet hast.

 -> Vergewissere Dich, ob sie/er Dich gehört hat.

Empfänger

Du merkst, dass Du unaufmerksam warst und eigentlich gar nicht gehört hast, was gerade gesagt wurde?

 -> Sprich‘ Deine/n Partner/in an und bitte sie/ihn, das Gesagte nochmal zu wiederholen.

3 - Gehört ist nicht verstanden.

Sender

Auch wenn Dein/e Partner/in signalisiert, dass sie/er Dich gehört hat, bedeutet das nicht zwingend, dass sie/er auch verstanden hat, was Du ihr/ihm sagen wolltest.

 -> Frage zurück, was sie/er verstanden hat.


Empfänger

Bist Du sicher, dass jetzt alles geklärt ist? Dass Du wirklich verstanden hast, was Deine/e Partner/in Dir sagen wollte?

 -> Wiederhole in Deinen Worten, was bei Dir angekommen ist. Überprüfe, ob es das ist, was Dein/e Partner/in gemeint hat.

4 - Verstanden ist nicht einverstanden.

Sender

Und jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter. Denn selbst wenn Dein/e Partner/in ganz genau verstanden hat, um was es Dir geht, heißt das unbedingt nicht,
dass sie/er damit auch einverstanden ist.

 -> Überprüfe deshalb unbedingt, ob sie/er mit dem Gesagten einverstanden ist oder das eventuell ganz anders sieht.

Empfänger

Auch wenn Dir klar ist, was Dein/e Partner/in gemeint hat, musst Du ja nicht derselben Ansicht sein.

 -> Sag‘ unbedingt, wenn Du eine andere Meinung dazu hast. Stell‘ Deinen Standpunkt dar.

5 - Einverstanden ist nicht ausgeführt.

Sender

Schön, dass Ihr Euch einig seid!

Wenn Du allerdings möchtest, dass Dein/e Partner/in etwas tut, braucht es noch diesen Schritt:

 -> Bitte Deine/n Partner/in ganz konkret um die Durchführung Eurer Vereinbarung.

Empfänger

Du hast verstanden, um was es geht, und bist auch einverstanden damit, diese Aufgabe zu übernehmen.

Dir fehlt aber noch etwas, damit Du loslegen kannst?

 -> Leg‘ dar, was Du noch brauchst, um in die Umsetzung zu kommen.

6 - Ausgeführt ist nicht beibehalten.

Sender

Nur weil Dein/e Partner/in etwas einmal gemacht hat, bedeutet das nicht, dass sie/er es auch schon in sein neues Verhaltensrepertoire aufgenommen hat.

 -> Erinnere Deine/n Partner/in liebevoll an die getroffenen Absprachen.


Empfänger

Neue Verhaltensweisen brauchen eine gewisse Zeit, bis sie selbstverständlich bzw. zur positiven Gewohnheit werden.

 -> Kontrollier‘ Dich immer wieder selbst, ob Du noch am Ball bist.

Damit hast Du jetzt 6 wichtige Regeln an der Hand, die Dir helfen können, dass die Feiertage zu einer schönen Zeit für Dich und Deine/n Partner/in werden.

Wenn Du also zum Beispiel möchtest, dass Ihr den Nachmittag des Heiligen Abends mit einem Gesellschaftsspiel bei Weihnachtsmusik, Plätzchen und Glühwein verbringt, dann sag‘ das rechtzeitig. Erzähl‘, welches Spiel Du konkret spielen möchtest. Was für Musik es sein soll. Welche Plätzchen Du essen möchtest.

Und wenn Dein/e Partner/in das auch toll findet, dann klärt Ihr, wer die Plätzchen und den Glühwein organisiert (Selber machen? Kaufen? Wann?), usw.

Falls Dein/e Partner/in eine komplett andere Vorstellung vom Ablauf des Tages hat, dann nutzt Ihr die 6 Schritte, um Euch in Ruhe darüber auszutauschen, wie Ihr den Tag so gestalten könnt, dass es für Euch beide passt.

Ich wünsche Dir/Euch viel Erfolg!

Wenn Du Bedenken hast, dass Ihr das alleine hinkriegt, schreib‘ mir einfach eine kurze Nachricht. Dann treffen wir uns noch vor Weihnachten zu einem Gespräch.

Herzlichst,
Deine

About the author

Barbara Wanning

Hallo, ich bin Barbara Wanning und seit 2009 habe ich mich endgültig dem Thema "Kommunikation" verschrieben. Denn nichts spielt für mich eine ähnlich große Rolle in privaten und beruflichen Beziehungen wie gehört und verstanden zu werden. Deshalb sorge ich in Trainings und Beratungen dafür, dass Missverständnisse und Beziehungsstress keine Chance mehr haben!

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