Anleitung zum Glücklichsein – Oder: Wie Du den Hammer-Partner bekommst, den Du Dir schon immer gewünscht hast!

Anleitung zum Glücklichsein
Oder: Wie Du den Hammer-Partner bekommst, den Du Dir schon immer gewünscht hast!

Die Geschichte mit dem Hammer

Bestimmt kennst Du die Geschichte von dem Mann, der sich bei seinem Nachbarn einen Hammer ausleihen möchte. Er verrennt sich dann aber so in seine eigenen Negativ-Annahmen über den Nachbarn, dass er diesem zum Schluss wutentbrannt entgegenbrüllt „Behalten Sie sich Ihren Hammer, Sie Rüpel!“.

(Falls Du die Geschichte noch nicht kennst, findest Du sie im Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick.)

Was hat das nun aber mit Dir und Deiner Beziehung zu tun? Und warum verspreche ich Dir, dass Du den Hammer-Partner bekommst, den Du Dir schon immer gewünscht hast?

Nun, das ist ganz einfach! Lass mich dazu nur ein bisschen ausholen…

Negative Gedankenkonstrukte

So wie der Mann in der Geschichte sich immer mehr negative Dinge über seinen Nachbarn „ausdenkt“, so kreieren auch wir oft negative Geschichten über unseren Partner.

Dieser sagt oder tut etwas, das wir nicht ganz verstehen oder das uns nicht gefällt, verletzt, verärgert (die Liste kannst Du nach eigenem Belieben fortsetzen…). Und anstatt nachzufragen, wie er das gemeint hat oder warum er sich so verhalten hat, tauchen wir in negative Gedankenspiralen ab.

  • Bestimmt liebt er mich nicht mehr. Sonst würde er doch daran denken…
  • Das macht er absichtlich, um mich zu ärgern.
  • So ein egoistischer, rücksichtsloser Kerl! Denkt immer nur an seine eigenen Interessen.
  • Sicher hat er eine andere. Sonst wäre er doch nicht immer so müde und wortkarg.

Wenn Dir das irgendwie bekannt vorkommt, dann weißt Du ja bestimmt, wie sehr Dich solche Gedanken runterziehen.

Watzlawick schreibt in seinem Buch „Wenige Maßnahmen eignen sich besser zur Erzeugung von Unglücklichsein, als die Konfrontierung des ahnungslosen Partners mit dem letzten Glied einer langen Kette von Phantasien, in denen er eine entscheidende negative Rolle spielt.“

Merkst Du, wie die Katastrophe auf diese Weise ihrem vorprogrammierten Höhepunkt zusteuert? Ein negativer Gedanke führt zum nächsten, Deine Vorstellungskraft schlägt immer größere Kapriolen und schließlich schmeißt Du Deinem Partner Deinen ganzen (zusammenfantasierten) Frust vor die Füße.

Nicht gut. Gar nicht gut.

Jaaaaa. Das hast Du ja verstanden. Aber wie Du dem entgegenwirken kannst, willst Du nun endlich wissen?

Sorry, dass ich mich wiederhole. Das ist ganz einfach! (Ja, im Prinzip ist es wirklich ganz einfach. Du musst nur immer wieder daran denken und es dann auch tun!)

Im Zweifel für den Angeklagten!

Denn eigentlich geht es nur darum, ein bestimmtes Motto zu verinnerlichen und konsequent danach zu handeln. Das Motto lautet: „Im Zweifel für den Angeklagten!“.

Immer, wenn Du etwas nicht verstehst, was Dein Partner sagt oder tut, frag‘ ihn!

Es gibt so viele Möglichkeiten, Aussagen oder Verhalten zu interpretieren. (In meinem Blogbeitrag „Was ein Quadrat mit Kommunikation zu tun hat…“ findest Du zum Beispiel einen Überblick, warum es so oft zu Missverständnissen kommt.) Warum willst Du Dir ausgerechnet die schlechteste davon rauspicken? Um dann gepflegt zu leiden?

Mach’s doch einfach genau andersrum. Gewöhn‘ Dir an, Deinem Partner einen Vertrauensvorschuss zu geben. Geh‘ grundsätzlich davon aus, dass er Dich nicht verletzen möchte. Dass er Dir nicht absichtlich schaden will. Dass Ihr in manchen Punkten einfach nur zu verschieden seid, um Euch automatisch richtig zu verstehen.

Jeder auf seine Art

Alle Menschen „ticken“ unterschiedlich. Jeder hat eine ganz eigene Art, die Dinge zu sehen. Jeder hat besondere Bedürfnisse. Jeder kommuniziert anders.

Jetzt kommt es darauf an, dass Ihr diese Unterschiede erkennt und lernt, gut damit umzugehen. Je mehr Ihr mit Euren Wünschen und Bedürfnissen für den anderen spürbar werdet, umso besser kann dieser darauf Rücksicht nehmen.

Eine Möglichkeit, die Unterschiede (oder auch Gemeinsamkeiten) zwischen Euch beiden schnell und sehr einprägsam aufzuzeigen, ist zum Beispiel das Erstellen Eurer individuellen Persönlichkeitsprofile. Damit habt Ihr eine super Grundlage für einen regen Austausch.

Und wenn Ihr den dann noch in Form von regelmäßigen Zwiegesprächen haltet, dann seid Ihr auf dem besten Weg zu einer Traumbeziehung.

So bekommst Du nach und nach den (hammermäßigen) Partner, den Du Dir schon immer gewünscht hast. Jemand, der Dich in Deiner Individualität achtet und respektiert. Der versteht, was Dir wichtig ist. Jemand, der gemeinsam mit Dir immer wieder Euer ganz eigenes Gleichgewicht aus Nähe und Distanz ausbalanciert. Der mit Dir eine Beziehung gestaltet, in der Ihr Euch beide weiterentwickeln könnt, ohne Euch zu entfremden.

Das glaubst Du nicht? Für Dich hört sich das nach unrealistischer Traummalerei an? Dann lass es doch auf einen Versuch ankommen! Schaden kann es nämlich definitiv nicht. 😉

Ich freue mich darauf, von Deinen Erfahrungen zu hören! Schreib' gerne einen Kommentar.

Herzliche Grüße und viel Erfolg,

Barbara

PS: Du weißt ja - wenn Du persönliche Unterstützung von mir möchtest, bin ich nur eine Nachricht von Dir entfernt!

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About the author

Barbara Wanning

Hallo, ich bin Barbara Wanning und seit 2009 habe ich mich endgültig dem Thema "Kommunikation" verschrieben. Denn nichts spielt für mich eine ähnlich große Rolle in privaten und beruflichen Beziehungen wie gehört und verstanden zu werden. Deshalb sorge ich in Trainings und Beratungen dafür, dass Missverständnisse und Beziehungsstress keine Chance mehr haben!

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